Tagungsband zu Verwundbarkeit erschienen
Die hohe Zahl der teilnehmenden Personen an der Tagung hat uns die Wichtigkeit des Themas in der Gegenwart gezeigt. Das Buch ist im Österr. Pastoralinstitut und im Buchhandel sowie beim Verlag R3 um 15,- Euro erhältlich.

Wer möchte schon schwach, verletzlich sein? Wir leben in einer Welt, in der Stärke, Selbstkontrolle und Unabhängigkeit hoch im Kurs stehen. Verletzlichkeit dagegen klingt nach Gefahr, nach Schmerz, nach etwas, das es zu vermeiden gilt.
In der Bibel, bei Jesus Christus, ist allerdings Verwundbarkeit kein Makel – sie ist der Raum, in dem Gottes Nähe erfahrbar wird.
Menschen auf der ganzen Welt erfahren schmerzlich ihre eigenen Grenzen: in Krankheiten, durch Kriege, psychische Belastungen, durch die Klimakrise, durch persönliches Scheitern. Diese Verwundbarkeit wurde bei der Österreichischen Pastoraltagung 2026 wahrgenommen und auch als Ressource für ein
gutes Leben gesehen. Ein guter Umgang mit der Verletzlichkeit ist Voraussetzung für Empathie und gutes Leben. Dies alles wurde im Verlauf der Tagung gesehen und gedeutet in politischen und universalen Zusammenhängen.
Mit dem Blick auf Jesus, den verwundeten Heiler, wurden Impulse und Anregungen für den persönlichen Umgang mit Verwundungen, aber auch für die pastorale Arbeit mitgegeben. Während der gesamten Tagung waren persönliche Berichte zu hören. Es wurde der Frage nachgespürt: Wo berührt mich Verletzlichkeit?
Unsere Schwächen haben das Potenzial, Quellen der Hoffnung zu werden. Gerade in der Verwundbarkeit entsteht Verbindung – zu Gott und zu den Mitmenschen. Dies alles wurde auch in Kunst ausgedrückt: im Poetry Slam, in der Musik und im gemeinsamen Gestalten eines Fastentuchs.
Das vorliegende Buch gibt die Möglichkeit, sich für das Thema und die eigene Verletzlichkeit Zeit zu nehmen.
Für das Österreichische Pastoralinstitut
Und die Pastoralkommission Österreichs
Mag.a Gabriele Eder-Cakl, Direktorin
Dr.in Anna Findl-Ludescher, gf. Vorsitzende




