Eurocat-Treffen in Wien

© Gabriele Eder-Cakl
Nach Einschätzung des österreichischen Katechumenats-Verantwortlichen Daniel Vychytil wird das Thema zunehmend als gemeinsame Aufgabe der Kirche wahrgenommen und bietet neue Chancen für Evangelisierung und Glaubensvermittlung. Besonders dynamisch ist die Entwicklung in Frankreich. Dort machen Erwachsenentaufen inzwischen rund zehn Prozent aller katholischen Taufen aus. Viele Neugetaufte engagieren sich anschließend in ihren Pfarren, einige interessieren sich auch für geistliche Berufungen. Erfahrungen aus Frankreich werden daher zunehmend von anderen Ländern aufgegriffen.
Auch Österreich verzeichnet steigende Zahlen, allerdings mit regionalen Unterschieden. Für die Erzdiözese Wien rechnet Vychytil 2026 mit rund 220 Erwachsenentaufen von Menschen ab 14 Jahren. In den übrigen Diözesen liegen die Zahlen deutlich niedriger, zugleich zeigt sich etwa in Graz-Seckau und Innsbruck eine zunehmende Dynamik.
Beim Treffen ging es außerdem um die Frage, wie junge Menschen heute Zugang zum Glauben finden – unter anderem über digitale Angebote und katholische Influencer. Vorgestellt wurden Projekte für Taufbewerber und Neugetaufte. Zudem berichteten acht Erwachsene, die selbst erst später getauft wurden, über ihre Erfahrungen.
Für Vychytil stellt die wachsende Zahl von Taufinteressierten die Kirche vor die Aufgabe, diese Menschen nicht nur bis zur Taufe, sondern auch darüber hinaus pastoral zu begleiten und in das kirchliche Leben zu integrieren.

© Gabriele Eder-Cakl
Mehr Informationen finden Sie unter Erwachsenentaufen verändern Europas Kirchen und Seelsorge




