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Über die Macht von Kränkungen: "Jeder kennt es, jeder tut es"

 

Vorträge von Psychiater Haller zu Kränkungen - Psychoonkologin Renz zu Verletzlichkeit und Dogmatiker Gruber zu Liebe als Gegenkraft zu Angst, Gewalt und Tod

 

Die unterschätzte Macht von Kränkungen und die Bedeutung von Verletzlichkeit für individuelles wie gesellschaftliches Zusammenleben standen am Freitag im Fokus der Österreichischen Pastoraltagung in Salzburg. Vor rund 400 Teilnehmenden aus dem In- und Ausland sprach der Psychiater, Psychotherapeut und Gutachter Reinhard Haller über psychische Dynamiken von Kränkung und fehlender Wertschätzung. Die Schweizer Psychoonkologin und Pionierin der Spiritual-Care-Bewegung Monika Renz beleuchtete Verwundbarkeit als anthropologische und theologische Grunddimension menschlicher Existenz. Der Linzer Dogmatiker Franz Gruber wiederum sprach über die erlösende Macht der Liebe im Kontext der Theologie. Die Tagung geht noch bis Samstag.

"Kränkungen arbeiten im Hintergrund der Psyche weiter" und seien eine Art Mikrotrauma, also kleine, alltägliche Verletzungen, die gerade durch ihre Häufigkeit "eine gigantische psychische Last" erzeugen könnten. "Jeder kennt es, jeder tut es", konstatierte Haller. In der Psychotherapie spielten Kränkungen dennoch kaum eine Rolle, obwohl "jeder die große Kränkung seines Lebens bereits erfahren hat".

"Was kränkt, macht krank; was beleidigt, erzeugt Leid", zitierte Haller die Ordensfrau Hildegard von Bingen (1098-1179). Kränkungen könnten psychosomatische Erkrankungen auslösen und spielten auch bei Suchterkrankungen eine Rolle. Nicht erkannte oder nicht anerkannte Kränkungen könnten gar Liebe in Hass verwandeln. Solche Erfahrungen könnten, so Haller, "eine gewaltige psychische Dynamik herausfordern bis zur Aggression", die sich letztlich auch in Attentaten, Konflikten oder Schulamokläufen zeigen könnten. Eine Kränkung sei folglich "keine Emotion, sondern eine Interaktion zwischen Menschen"; entscheidend sei, von wem sie ausgehe und ob sie "sensible Stellen" treffe.

Zugleich ortete Haller eine gesellschaftliche Zunahme narzisstischer Verhaltensmuster; auch im politischen Raum. Narzissmus sei durch Empathiemangel geprägt und gehe mit Entwertung anderer einher. Haller erinnerte dabei an den biblischen Vers "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (Mt 22,40), der Eigen- und Nächstenliebe in ein Gleichgewicht bringe.

Kränkungen könnten zwar nihilistische Gefühle und depressive Entwicklungen fördern, räumte Haller ein. Gleichzeitig seien sie nicht ausschließlich destruktiv: Sie könnten auch Lernprozesse auslösen, etwa durch vertiefte Selbst- und Menschenkenntnis. Ziel sei eine "Entmachtung der Kränkungen", etwa durch Analyse von Kränkungsbotschaften, Deeskalation und Vergebung, betonte der Psychologe.

 


Psychotherapeutin Renz: Erlösung und Urvertrauen

Verletzlichkeit ist nach Ansicht der Schweizer Psychoonkologin Monika Renz eine grundlegende Dimension menschlicher Existenz und zentral für ein christliches Verständnis von Erlösung. In ihrem Vortrag am Freitag beschrieb sie Verwundbarkeit nicht primär als Folge individueller Krisen oder Krankheiten, sondern als anthropologische Grundgegebenheit, die in der frühen menschlichen Entwicklung wurzelt.

Verwundbarkeit entstehe im Übergang aus einem ursprünglichen Zustand des "Ganz-Seins" in eine Realität der Trennung und Begrenzung, erläuterte Renz. Dabei stünden Urvertrauen und Urangst in einem bleibenden Spannungsverhältnis, das das menschliche Leben beeinflusst. Urangst würde im Leben oft das Urvertrauen überschatten. Diese frühe Prägung bilde den Hintergrund für viele spätere Verletzungen und Ängste. Erlösung müsse daher "tief genug ansetzen" und auch diese grundlegenden Erfahrungen berücksichtigen, so die Pionierin der Spiritual Care-Bewegung.

Heilung geschehe dort, wo Menschen wieder berührbar werden, ihre Wunden zeigen und sich einem Prozess der Bewusstwerdung öffnen. Jesus habe diesen Weg exemplarisch durch Hingabe, Gewaltlosigkeit und eine Gottesbeziehung gelebt, und so die Urangst überwunden. "Dynamisch betrachtet war Jesus die Bewusstwerdung in Person", habe es mit dem Bösen aufgenommen, Türen geöffnet. "Wo ich nicht mehr kann, hat er es für mich getan", so Renz wörtlich. Verletzlichkeit erscheine aus christlicher Perspektive daher nicht als Defizit, sondern als Ort, an dem Gottes Nähe und somit Urvertrauen erfahrbar werde.

 


Theologe: Liebe als Gegenkraft zu Angst, Gewalt und Tod

Der Linzer Dogmatiker Prof. Franz Gruber näherte sich dem Thema Verwundbarkeit aus einer systematisch-theologischen Perspektive. Verwundbarkeit, Empathie und "Berührbarkeit" seien Grundbedingungen von Leben, Beziehung und Komplexität und damit nicht nur anthropologisch, sondern auch kosmologisch relevant. Der Mensch sei jenes Wesen, das Empfindsamkeit nicht nur für sich selbst, sondern auch für Mitmenschen, Tiere und die Umwelt trage, so der emeritierte Dogmatikprofessor.

Ausgehend von einem schöpfungstheologischen Zugang betonte Gruber, dass Jesus zu einer "Lebensschule" einlade, in der Angst, Verletzlichkeit und Sorge nicht verdrängt, sondern im Vertrauen auf Gott überschritten würden. Im Kreuzestod Jesu werde ein Ort radikaler Verletzlichkeit zugleich zum Ort einer neuen Gotteserfahrung.

Erlösung bedeute nach Gruber nicht die Abwesenheit von Leid oder Gewalt, sondern die Zusage von Vergebung und Heilung - für Opfer wie Täter. Trotz fortbestehender Verletzungen bleibe Liebe jene Kraft, die Angst, Tod und Gewalt durchbrechen könne. In der bedingungslosen Anerkennung des Menschen werde eine Dimension des Unbedingten erfahrbar, die den Kern der christlichen Hoffnung bilde, schloss Gruber seinen Vortrag.

 


Christliche Perspektive auf Verwundbarkeit

Inhaltlich greift die Tagung politische, soziale, theologische und spirituelle Perspektiven zum Generalthema "Verletzlich. Berührbar. Christliche Perspektiven zur Verwundbarkeit" auf. Zu den Referierenden am Donnerstag zählten kids-line-Leiterin Katja Schweitzer, P. Jörg Alt sowie der Innsbrucker Philosoph Martin Huth und die Innsbrucker Theologin Michaela Quast-Neulinger. Erfahrungsberichte von Conny Maxima Felice (Geschäftsführerin Hosi Salzburg) und Florian Baumgartner (Regenbogenpastoral Linz) rundeten den Tag ab. Am Freitag bildet ein Gottesdienst mit dem Grazer Weihbischof Johannes Freitag den liturgischen Abschluss des Abends. Am Samstag spricht Kardinal Timothy Radcliffe, langjähriger Exerzitienmeister im weltweiten Synodalen Prozess.
 

 

Zielgruppe und Tradition

Die Tagung richtet sich an pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der österreichischen Kirche und bietet spezielle Vernetzungsmöglichkeiten, darunter ein "Come Together" für Unter-40-Jährige sowie berufsspezifische Austauschformate. Die Österreichische Pastoraltagung gilt seit 1931 als Fixpunkt in der kirchlichen Erwachsenenbildung.

 

Quelle: kathpress.at

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Pastoral heißt:

 

Dasein mit den Menschen

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