Monday 27. June 2016
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Kulturelle Identität in einer pluralen Gesellschaft ...

Ablehnung oder Anerkennung zunehmend sichtbarer kultureller Identität/en in einer multikulturellen Gesellschaft: Wer hat das Bedürfnis nach Anerkennung? Wer verfügt über die Macht und das Recht, „anzuerkennen“? Diese Fragen bedürfen einer kritischen Annäherung an den Begriff und die Grenzen der Anerkennung. In der Verortung von Identität ist grenzüberschreitendes Denken gefragt. Es bedarf der Einsicht, dass kulturelle Identität nicht konstant und feststehend, sondern vielmehr abhängig von sich verändernden Referenzpunkten ist; sie ist hybrid und artikuliert sich im steten Machtkampf. In der Debatte rund um Multikulturalität stehen meist die trennenden Elemente der Identität im Vordergrund. Verbindende Elemente gilt es zu thematisieren. In Auseinandersetzung mit Charles Taylors Begriff der „Politik der Anerkennung“ werden die Spannungen untersucht, die sich aus divergierenden politischen Zugängen in multikulturellen, -religiösen und -ethnischen Gesellschaften ergeben, und es stellt sich die Frage nach den Grenzen von Diversität.

  • Identität:

 

  • Identitätsdiskurs: Essentialismus vs. Sozialkonstruktivsmus
  • Hybride Identität: „sowohl-als-auch“-Identität statt „entweder-ohne“-Identität
  • Fremdbild vs. Selbstbild im Kontext der Anerkennung/ Verkennung
  • Kritik der Bezeichnungspraxis: 2./3. Generation, *mit Migrationshintergrund, Sprache
  • Zugehörigkeiten (Heimatsbegriff): Wohin willst du gehen – statt – woher kommst du?                                                                        
  • Interkulturalität:

 

  • Kulturbegriff im historischen Kontext
  • multi-, inter-, transkulturelles Modell nach Margit Kaufmann
  • Interkulturalität & Bildung – Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit an Österreichs Bildungseinrichtungen, Schulen…
  • Paradigmenwechsel: von der Interkulturalität zur Intrakulturalität: die eigene Geschichte und sich selbst aus einer anderen Perspektive wahrnehmen sowie verstehen
  • Österreichs Umgang mit Interkulturalität anhand ausgewählter Beispiele
  • Diversität:

 

  • 5 Dimensionen der Diversität: *Nation *Ethnie *Religion *Sprache *Kultur
  • Differenzen/ Norm: Definitionsmacht
  • Grenzen der Vielfalt unserer Gesellschaft, wo werden sie gezogen? Wer bestimmt sie?
  • Vier Rezepten von Arata Takeda:
  1. Differenzieren: für einen kultursensiblen und selbstkritischen Umgang mit Andersheit
  2. Entschematisieren: Denken in vereinfachten Kategorien und Schemata überwinden
  3. Historisieren: horizontale Spektrum der kulturellen Vielfalt soll eine vertikale Perspektive erhalten
  4. Kontextualisieren: Denk- und Handlungsmuster in ihren komplexen Zusammenhängen zu betrachten

Literaturverweis:

  1. Abuzahra, Amani (2012): Kulturelle Identität in einer multikulturellen Gesellschaft.
  2. Arata, Takeda (2012): Wir sind wie Baumstämme im Schnee. Ein Plädoyer für transkulturelle Erziehung.
  3. Beck-Gernsheim, Elisabeth (2007): Wir und die Anderen: Kopftuch, Zwangsheirat und andere Missverständnisse.
  4. Mecheril, Paul,u.a. (2010): Migrationspädagogik.
  5. Moisi, Dominique (2009): Kampf der Emotionen. Wie Kulturen der Angst, Demütigung und Hoffnung die Weltpolitik bestimmen.
  6. Shakir/Weinberger/Stanfel (2012): Ostarrichislam. Fragmente achthundertjähriger gemeinsamer Geschichte.
  7. Terkessidis, Mark (2010): Interkultur. 

Kurzbeschreibung:

Mag.a Amani Abuzahra, M.A. – Beratung diverser Institutionen, Vereine und Referentin zu Themen wie Interkulturalität/ Interkulturelle Öffnung, Partizipation von MuslimInnen, Identitätskonstruktionen muslimischer Jugendlicher, Frau im Islam.

Dozentin der Philosophie sowie der Interkulturellen Pädagogik am Hochschulstudiengang für das Lehramt für Islamische Religion in Wien und an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/ Krems.

Pastoral heißt:

 

Dasein mit den Menschen

im Geist des Evangeliums

 

Amoris laetitia

Nachsynodales Schreiben über die Liebe in der Familie

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Asyl - Flucht - Integration

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Katechumenat

Erwachsene entdecken den Glauben und wollen sich in einem "Katechumenat" auf die Taufe vorbereiten.

 

 

 

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